„Das WLAN ist schon wieder weg“
Kaum ein Satz fällt in kleinen Büros so oft. Meist steckt dahinter derselbe Aufbau: der Router vom Internetanbieter in der Ecke, vielleicht ein Repeater aus dem Elektromarkt, und alle Geräte, vom Laptop bis zum Kartenterminal, im selben Netz. Das ist langsam, unzuverlässig und unsicher.
Ein gutes Büro-WLAN muss nicht teuer sein. Es braucht nur einen durchdachten Aufbau.
Die häufigsten Ursachen für schlechtes WLAN
- Ein einziger Router für alles: Er steht oft dort, wo der Anschluss ist, nicht dort, wo gearbeitet wird.
- Repeater: Sie halbieren häufig die verfügbare Geschwindigkeit und verbinden Geräte nicht immer mit dem besten Zugangspunkt.
- Wände und Decken: Stahlbeton, Glas mit Metallbeschichtung oder Brandschutztüren dämpfen das Signal stark.
- Überfüllte Funkkanäle: In Bürogebäuden funken viele Netze auf denselben Kanälen.
- Veraltete Geräte: Alte Router oder Laptops bremsen das ganze Netz.
So sieht ein solides Büro-WLAN aus
1. Zentral verwaltete Access Points
Statt eines Routers mit Repeatern kommen mehrere Zugangspunkte (Access Points) an die Decke, verbunden per Netzwerkkabel. Sie werden zentral verwaltet, Geräte wechseln beim Herumlaufen automatisch zum besten Punkt. Als Faustregel reicht in normalen Büros ein Access Point für einen größeren Raum oder eine Gruppe kleinerer Räume. Bei schwierigen Gebäuden hilft eine Ausleuchtungsmessung.
2. Kabel, wo es geht
Feste Arbeitsplätze, Drucker und Server gehören ans Kabel. Das entlastet das WLAN und ist zuverlässiger.
3. Aktueller Standard
Neue Access Points sollten mindestens Wi-Fi 6 unterstützen, besser Wi-Fi 6E oder Wi-Fi 7 mit dem zusätzlichen 6-GHz-Band. Das bringt mehr freie Kanäle und weniger Störungen.
4. Getrennte Netze
Das ist der wichtigste Punkt für die Sicherheit. Mindestens drei getrennte Netze (VLANs) sind sinnvoll:
- Firmennetz für Arbeitsgeräte
- Gästenetz nur mit Internetzugang, ohne Zugriff auf Ihre Geräte
- Geräte-Netz für Drucker, Kameras, Smart-TV und andere vernetzte Geräte
So kann ein gehackter Drucker oder das Handy eines Besuchers nicht auf Ihre Buchhaltung zugreifen.
5. Sichere Verschlüsselung
WPA3 verwenden, wo alle Geräte es unterstützen, sonst den gemischten Modus WPA2/WPA3. Ein langes WLAN-Passwort, das bei Personalwechsel geändert wird. Für größere Teams ist eine Anmeldung mit persönlichen Zugangsdaten (WPA-Enterprise) noch besser.
Checkliste
Häufige Fragen
Reicht ein Mesh-System aus dem Elektromarkt? Für sehr kleine Büros manchmal ja, besonders wenn die Mesh-Punkte per Kabel verbunden sind. Für getrennte Netze und zentrale Verwaltung sind Business-Geräte meist besser geeignet.
Brauche ich eine Ausleuchtungsmessung? Bei einfachen Räumen selten. Bei mehreren Etagen, dicken Wänden oder Lagerhallen lohnt sie sich.
Fazit
Gutes WLAN ist kein Glück, sondern Planung: Access Points an den richtigen Stellen, Kabel für feste Geräte und getrennte Netze. Wenn Sie Ihr Netzwerk im Raum Magdeburg neu aufbauen möchten, finden Sie uns unter IT-Service Magdeburg. Mehr zur Sicherheit am Netzwerkübergang lesen Sie im Beitrag zur Firewall für Unternehmen.



